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Aufzucht von Welpen

"Nichts was einfach ist, lohnt sich zu tun "
(unbekannter Verfasser)

 

 

  • Die erste Zeit
  • Soziale Kontakte
  • Futter & Co.
  • Der Auszug
  • Träumende Hündin

    Viele Züchter haben natürlich ihre "Geheimtipps", wie sie Ihren Wurf am besten großziehen. Ich möchte hier lediglich einige Anregungen geben, wie bei uns ein Wurf großgezogen wird, wenn es denn einmal dazu kommt.


  • Die erste Zeit

    Die Aufzucht und das Versorgen der Welpen beginnt bei uns schon, sobald die Hündin tragend ist. Wir achten darauf, daß es der Hündin körperlich gut geht, und sie fit ist. Ebenfalls ist es für uns wichtig, daß die Hündin sich in ihrem Umfeld wohl fühlt, sie also keinen für sie ungewöhnlichen Dingen ausgesetzt ist. Dies ist gerade in den letzten Tagen sehr wichtig, da unsichere Hündinnen gerne mal die Geburt hinauszögern, was zu Komplikationen führen kann.

    Daher stellen wir schon einige Zeit vor der Geburt eine Wurfkiste an einen festen Platz, damit die Hündin sich auf die neue Situation einstellen kann.

    Gerade zum Wurftermin ist es uns wichtig, daß immer ein Familienmitglied in der Nähe ist, um der Hündin Sicherheit zu geben. Auch für Notfälle sorgen wir vor.

    Nach der Geburt der Welpen behalten wir diese gut im Auge. Sind alle fit? Ist genug Milch vorhanden? Wirkt die Mutter ruhig und entspannt oder ist sie nervös? Wachsen die Welpen in den nächsten Tagen?
    Es gibt viel, was schief gehen kann; manchmal muß man schnell reagieren.



  • Soziale Kontakte

    Sobald zugefüttert wird, beginnt für uns die Schwerstarbeit. Die Wurfkiste wird von uns peinlich saubergehalten. Sobald die Welpen entdecken, daß laufen, spielen und toben Spaß macht, ist die Wurfkiste auf jeden Fall zu klein.

    Hier ist unsere ganze Familie gefordert. Da gerade Border Collies einen sehr guten Familienanschluß haben sollten, versuchen wir sie an alles zu gewöhnen, was in einem Haushalt so passiert. Dazu gehören auch Staubsauger, der Föhn und jede Menge tobende Kinder.

    Ebenfalls werden die Welpen von uns an die Welt draußen gewöhnt. Gerade in der ersten Zeit ist die Welt draußen neu und angsteinflößend. Es gibt nichts, wovor es sich nicht lohnen würde wegzulaufen. In solchen Situationen macht sich unsere Zeit und Arbeit bemerkbar, die wir bis jetzt geleistet haben. Die Welpen haben die nötige Bindung und das Vertrauen, uns überall hin zu folgen. Die Welpenmutter, welche natürlich dabei ist, gibt zusätzliche Sicherheit. Nach einigen Tagen hohen Zeit- und Geduldeinsatzes ist es das Höchste für die ganze Rasselbande, mit der Hündin und der Familie zusammen spazieren zu gehen. So lernen die Welpen schon sehr früh, auf fremde Menschen und Hunde ohne Scheu zuzugehen.



  • Futter & Co.

    Während der Trächtigkeit braucht die Hündin vermehrt Mineralstoffe. Die Annahme, dies mit zusätzlichem Futterkalk ausgleichen zu können, ist jedoch falsch. Wir stellen die Hündin in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit auf Spezialfutter um.

    Die Welpen werden bei uns mit speziellem Futter gefüttert, in welchem alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind. Dieses Futter geben wir auch mit, so daß der Kleine nicht zuviel Streß auf einmal hat.

    Mit der Zeit sollte dieses Futter auf ein Futter umgestellt werden, was nicht so ergiebig ist, da gerade beim Border Collie darauf geachtet werden muß, daß er nicht zu schnell wächst, da er sonst eine Knochenentzündung bekommen kann.

    Auch sind die Welpen dankbar für Kauknochen, so haben sie es mit dem Zahnwechsel leichter.

    Was zur Arbeit bei uns auf jeden Fall dazu gehört, ist die regelmäßige Entwurmung, das Impfen sowie die tierärztliche Untersuchung.



  • Der Auszug

    Ab 8 Wochen sind die Welpen bereit, in eine neue Familie zu gehen. Ich persönlich gebe die Welpen gerne etwas später ab, so haben sie ihren Charakter noch besser ausgebildet. Wenn ein Welpe ausgesucht wird, sollte auf jeden Fall Zeit mitgebracht werden, um sich mit allen Welpen eingehend beschäftigen zu können.

    Bevor ein Welpe in ein neues Zuhause einzieht, sollte der neue Besitzer sich schon um einen festen Schlafplatz für den Kleinen gekümmert haben.

    Gerade der erste Tag ist sehr anstrengend, der Welpe wird vielleicht winseln und ängstlich sein. Da ist es gut, ihm direkt einen festen Schlafplatz geben zu können. Er wird dort relativ schnell einschlafen, weil er erschöpft ist.

    In der ersten Zeit sollte man den Welpen nicht überfordern, da es unwahrscheinlich viele neue Dinge für ihn gibt. Allerdings sollte man ihm von Anfang an verständlich machen, was er nicht darf, zb. nicht ins Bett oder auf die Couch. Gewohnheiten, die man am Anfang durchgehen läßt, sind später um so schwerer wieder abzugewöhnen.

    Dankbar ist der Welpe auch für jede Art von Spielzeug, so kann behutsam darauf trainiert werden, sich ausschließlich damit zu beschäftigen und nicht die Wohnung auseinander zu nehmen.



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