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Nicht für jeden ist die
Hunderasse “Border Collie” direkt ein Begriff. Aber es gibt eine
Botschaft eines Hundes an die ganze Menschheit. Unser Hund “Dunja” hat
dem Menschen die Seele des Border Collies erklärt. Für uns ist sie eine
Legende. Was sie für Sie ist, müssen Sie selbst entscheiden. Dies ist
eine wahre Geschichte. Objektiv ohne Übertreibung, auch wenn sie
klingt, als wäre sie erfunden worden.
Lesen Sie selbst:
Es war am 20.04.2005 einem sonnigen Mittwoch, als Dunja mit ihrem
Frauchen Carolin wie gewohnt am Nachmittag einen Spaziergang machte.
Wie immer gab es viel zu sehen und noch mehr zu spielen. Einen Stock zu
holen oder einen Ball zu fangen ist ihr liebstes Hobby. Dafür würde sie
ihr Leben geben. Sie genießt das Leben mit “Timmy” einem Border
Collierüden und ihrer erst 3 Monaten alten Bordertochter “Velvet”.
Heute ist nur “Timmy” mit von der Partie, aber gemeinsam haben sie viel
Spaß. Dunja kommt aus gutem Hause und kann alle gängigen Befehle im
Schlaf. “Sitz” und “Platz” sind nun wirklich keine Herausforderung für
einen Border Collie, Kunststücke oder komplexe Wegbefehle treffen da
ihren Geschmack schon eher. Doch heute heißt es einfach nur liegen
bleiben. Und nach einem ausgiebigen Spielgang ist das auch wirklich
nicht schwer. So liegt sie auf der Straße in der Sonne und schaut so,
was Frauchen Carolin macht.
Dunja ist eine außergewöhnlich
gutaussehende Hundedame mit sehr viel Charme. Außerdem liebt sie Kinder
über alles, solange sie nicht mit Steinen nach ihr schmeißen. Heute
kommen die zwei Jungs aus der Nachbarschaft zu Besuch. Beide sind
zwischen 8 und 10 Jahren alt. Und Dunja traut ihren Ohren nicht als sie
fragen, ob sie nicht noch etwas Stöckchen werfen dürfen. Frauchen sagt
ja, hurra, und schon springt sie fröhlich um die beiden Jungs. Da, der
Stock fliegt in hohem Bogen auf des Nachbars Grundstück. Das hindert
einen Border Collie jedoch nicht einen Stock zu holen. Wie der Blitz
geht es ab durch die Bäume. Die Pfoten scheinen den Boden kaum zu
berühren. Doch plötzlich reißt eine unsichtbare Kraft sie zu Boden.
irgendetwas stimmt nicht. Ein heftiger Schmerz jagt ihr durch die
Brust. Mühsam steht sie wieder auf. Instinktiv kehrt sie zu Frauchen
Carolin zurück. Doch sie schafft es nicht mehr ganz. Der Boden gibt
nach und die Beine versagen ihren Dienst. Auf offener Straße bricht sie
zusammen. Frauchen hat schon am Scheppern von Gerätschaften und am
schmerzerfüllten Gejaule gehört, daß etwas nicht stimmt und kommt ihr
schon entgegen. Ohne die kleine blutende Wunde auf ihrer rechten Seite
zu bemerken, trägt sie Dunja die wenigen Meter ins Haus. Dunjas Atmung
wird schwächer. Sie kann ihren Kopf nicht mehr bewegen. Aufgeregt ruft
Frauchen Carolin das Herrchen und beide kümmern sich aufopfernd um sie.
Doch Dunjas Atmung wird immer flacher und ihr Herz hört auf zu
schlagen. Aber Frauchen und Herrchen sind nicht bereit, ihren Border
Collie Dunja einfach sterben zu lassen.
Carolin ruft nach
Alkohol und ihr Mann greift nach einer Flasche Rotwein, die in der Nähe
steht. Ein Plüschtier muß als Wattebausch herhalten, und Carolin hält
ihrer Hündin das in Rotwein getränkte Plüschtier unter die Nase, wobei
sie Dunjas Brustkorb massiert. Dunja nimmt einen tiefen Atemzug und ihr
Herz beginnt wieder zu schlagen. Carolin streichelt sie und spricht ihr
Mut zu und Dunja beginnt, um ihr Leben zu kämpfen. Ihre Lage
stabilisiert sich, sodaß sie transportfähig wird. Vorsichtig wird sie
in den Kofferraum des Kombis gelegt und Carolin steigt mit hinein.
Herrchen setzt sich eilig ans Steuer und versucht so schnell wie
möglich in die Tierklinik zu fahren. Eigentlich sind es nur 10 Minuten,
aber heute dehnen sie sich zu Stunden. Dunja wird wieder schwächer, und
sie hat Mühe, bei Bewustsein zu bleiben. Sie ist erneut dem Tode nahe.
Doch Carolin streichelt sie und fordert von ihr, zu kämpfen und nicht
aufzugeben. Die Luft ist voller Energie. Mann kann die Spannung
förmlich fühlen. Dunja fängt wieder an, sich zu erholen und hebt ihren
Kopf, ja versucht sogar wieder aufzustehen. Doch ihre hinteren Läufe
reagieren nicht mehr. Endlich sind wir da. Herrchen springt aus dem
Auto und eilt an die Klingel für den Notdienst. Er ruft nach einem Arzt
und eilt zum Kofferraum.
Die Ärztin kommt sofort und hebt
Dunja aus dem Kofferraum. Erst jetzt ist der Blutfleck im Kofferraum zu
sehen. Dunja wird sofort auf eine Bahre getragen und eilig untersucht.
Es muß sofort ein Röntgenbild angefertigt werden. Die Wunde wird sofort
rasiert. Überall im Flur liegen große dunkle Blutflecken. Es geht auf
schnellstem Weg zum Röntgen. Das Bild ist schnell gemacht, aber die
Entwicklung dauert etwa 5 Minuten. Insgesamt kämpft Dunja jetzt schon
seit einer halben Stunde um ihr Leben, und immer wieder wird sie von
ihrem Frauchen angefeuert, nicht aufzugeben. Und sie kämpft mit aller
Entschlossenheit! Sie wird ihr Frauchen nicht enttäuschen. Sie wird den
Kampf nicht verlieren. Inzwischen ist sie in dem Operationsraum
angelangt. Alles wird für eine Notoperation vorbereitet. Frau Doktor
untersucht die Tiefe der Wunde. Ihr Gesicht wird immer sorgenvoller.
Die Hauptschlagader wurde durchtrennt. Die Lunge wurde von einem
spitzen Gegenstand durchbohrt. Endlich ist das Röntgenbild verfügbar.
Frau Doktor kann ihren Finger bis in das offene, schlagende Herzen
stecken. Herrchen und Frauchen sind fassungslos. Frau Doktor schüttelt
den Kopf. Wie kann ein tödlich verwundetes Herz noch so lange schlagen? Nur die Liebe und Treue liefert die Kraft für solche Heldentaten. Ein Border Collie wird seine Familie nie im Stich lassen.
Wenn es sein muß, wird er den Tod überlisten um die ihm gestellte Aufgabe zu bewältigen. Aber wie lange kann ein Herz nur aus Liebe allein schlagen? Dunja's Herz schlägt nun schon seit einer halben Stunde und wird langsam müde. Frauchen und Herrchen müssen nun eine Entscheidung treffen die sie
nie treffen wollten.
Abends um 19.00 Uhr schläft Dunja nach der Spritze
langsam ein. Sie hat den Kampf nicht verloren.
Sie hat geschafft was vor ihr noch keiner geschafft hat.
Sie hat bewiesen, dass die Liebe stärker ist als der Tod und sie hat sich vom Tod nicht besiegen lassen. Ein Border Collie wird seinen Besitzer niemals enttäuschen.
Sie hat den Tod nicht akzeptiert, als sie bemerkte, daß Frauchen und Herrchen nicht dazu bereit waren, sie gehen zu lassen. Ihre letzte Anweisung war gewesen, am Leben festzuhalten, bis ihre Familie in der Lage war, sie gehen zu lassen. Sie hat ihre letzte Anweisung wie gewohnt in Treue ausgeführt.
Diese
Art der loyalen Treue und Zuneigung ist für einen Border Collie
beispielhaft, und es ist die Erklärung eines Hundes an den Menschen und an das Leben.
Für uns wird sie zu einer Legende. Was sie für Sie ist, müssen Sie selbst entscheiden!
Wir
danken unserer Hündin für die gemeinsame Zeit. Und wir danken ihrem
Schöpfer für dieses Meisterstück seiner Schöpfung, in dem man sieht,
welche Kraft der Treue er sogar einem “einfachen” Gefährten des
Menschen gegeben hat...
(Border Collie “Dunja” starb am Mittwoch, den 20.04.2005 in den Armen meiner Frau)
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